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Nadelstichverletzungen – Infektionsrisiken im Gesundheitsdienst

Deutsche Online-Schulung mit Wissenskontrolle. Theorie; betriebliche Praxisunterweisung zusätzlich erforderlich.

  • Kurssprache: Deutsch
  • Nachweis als PDF
  • Flexibles Lerntempo

Eckdaten

Auf einen Blick

Format
Online-Kurs mit Videolektionen, Lernen im eigenen Tempo
Kurssprache
Deutsch
Abschluss
Teilnahme- und Wissensnachweis als PDF nach bestandener Wissenskontrolle
Teilnehmende
Einzeln buchbar · Für Unternehmen beliebig viele Teilnehmende, Mengenrabatt ab 11 Personen
Voraussetzungen
Keine Vorkenntnisse nötig, Grundwissen aus einem Gesundheitsberuf ist hilfreich. Erforderlich ist ein Gerät mit Internet und Ton.
Wiederholung
Mindestens jährlich im Rahmen der Unterweisung nach BioStoffV und DGUV Vorschrift 1, zusätzlich bei Einführung neuer Sicherheitsinstrumente oder nach einem Unfall.

Überblick

Worum geht es?

Eine benutzte Kanüle, die beim Entsorgen abrutscht, ein Skalpell auf dem Instrumententisch: Stich- und Schnittverletzungen gehören zu den häufigsten Arbeitsunfällen im Gesundheitsdienst. Schon ein kleiner Stich kann Erreger wie Hepatitis-B-, Hepatitis-C- oder HI-Viren übertragen. Viele Verletzungen lassen sich durch sichere Instrumente und klare Abläufe vermeiden.

Die Schulung zeigt, wie Stichverletzungen entstehen, welche Infektionsrisiken bestehen und wie sichere Instrumente und durchstichsichere Behälter schützen. Sie erfahren auch, was nach einer Verletzung sofort zu tun ist. Die Videolektionen bearbeiten Sie, wann es in Ihren Dienstplan passt. Nach bestandener Wissenskontrolle erhalten Sie einen Teilnahme- und Wissensnachweis als PDF.

Zielgruppe

Für wen ist die Schulung?

Für Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Medizinische Fachangestellte, Rettungsdienstpersonal, Labor- und Reinigungskräfte sowie Auszubildende in Kliniken, Praxen, Pflegeeinrichtungen und Laboren. Auch für Hygienebeauftragte und Einrichtungen, die ihr gesamtes Personal unterweisen wollen.

Inhalte

Kursinhalte

  1. 1Was Nadelstichverletzungen sind und wie häufig sie vorkommen
  2. 2Infektionsrisiko und Krankheitsverläufe bei Hepatitis B, Hepatitis C und HIV
  3. 3Gefährdende Situationen, Arbeitsweisen und besonders betroffene Berufsgruppen
  4. 4Übertragungswege wie Recapping und das Umfüllen von Körperflüssigkeiten
  5. 5Technische und organisatorische Maßnahmen zur Prävention
  6. 6Sichere Instrumente: Sicherheitsmechanismen und Auswahlkriterien
  7. 7Verhaltensprävention und durchstichsichere Abwurfbehälter
  8. 8Sofortmaßnahmen und serologische Kontrollen nach einer Verletzung
  9. 9Unfallmeldung und Dokumentation von Nadelstichverletzungen

Recht und Vorschriften

Rechtliche Grundlagen

  • Biostoffverordnung (BioStoffV)

    Die BioStoffV verpflichtet den Arbeitgeber, Verletzungen durch spitze und scharfe Instrumente zu vermeiden und die Beschäftigten zu unterweisen. Der Kurs vermittelt das Grundwissen dazu.

  • TRBA 250 – Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen

    Die TRBA 250 fordert sichere Instrumente, wo Infektionsgefahr besteht, verbietet das Zurückstecken gebrauchter Kanülen in die Schutzkappe und regelt die Entsorgung.

  • Richtlinie 2010/32/EU – Schutz vor Verletzungen durch scharfe Instrumente

    Die EU-Richtlinie zur Vermeidung von Verletzungen durch scharfe oder spitze Instrumente im Gesundheitssektor wurde in Deutschland über BioStoffV und TRBA 250 umgesetzt.

  • Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)

    Bei Tätigkeiten mit Kontakt zu Blut und Körperflüssigkeiten ist arbeitsmedizinische Vorsorge vorgesehen. Der Arbeitgeber muss dabei eine Hepatitis-B-Impfung anbieten.

  • DGUV Vorschrift 1 – Grundsätze der Prävention

    Erste-Hilfe-Leistungen sind zu dokumentieren, etwa im Verbandbuch. So lässt sich eine Stichverletzung später als Arbeitsunfall nachweisen.

Die Übersicht nennt die wichtigsten Vorschriften zum Thema. Sie ersetzt weder eine Rechtsberatung noch die Gefährdungsbeurteilung in Ihrem Betrieb.

Ihr Lernerfolg

Ziele der Schulung

  • Sie kennen typische Situationen und Berufsgruppen mit erhöhtem Risiko für Stichverletzungen
  • Sie wissen, welche Infektionsrisiken von Hepatitis B, Hepatitis C und HIV ausgehen
  • Sie kennen die Sicherheitsmechanismen sicherer Instrumente und Kriterien für ihre Auswahl
  • Sie wissen, warum Recapping verboten ist und wie Sie spitze Gegenstände sicher entsorgen
  • Sie wissen, welche Sofortmaßnahmen und Untersuchungen nach einer Verletzung wichtig sind
  • Sie verstehen, warum jede Verletzung gemeldet und dokumentiert werden muss

Gut zu wissen

Leistungsumfang und Hinweise

Deutschsprachige Online-Schulung zum Thema „Nadelstichverletzungen – Infektionsrisiken im Gesundheitsdienst“. Videolektionen, im eigenen Lerntempo. Abschluss mit einer theoretischen Wissenskontrolle auf Deutsch (Bestehensgrenze 80 %). Der Abschlussnachweis bestätigt die theoretische Teilnahme und Wissenskontrolle. Die Schulung ergänzt die tätigkeits- und arbeitsplatzbezogene Unterweisung; betriebliche Rückfragemöglichkeiten und erforderliche praktische Übungen sind zusätzlich sicherzustellen. Sie ersetzt keine Berufsausbildung, behördliche Fachkunde, praktische Qualifikation oder betriebliche Beauftragung. Der angezeigte Betrag wird pro Person und Schulung berechnet; keine automatische Verlängerung. Firmen-Mengenrabatte werden bei der Buchung berechnet.

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